ISAR-KURIER Pullach vom 20.12.2007:
Die gewaltige Natur Islands war in Pullach zu spüren...
Ein außergewöhnliches und einzigartiges, audio-visuelles Erlebnis erwartete die Besucher des ausverkauften Rittersaales in der Burg Schwaneck in Pullach. Der Naturfilmer Stefan Erdmann präsentierte am Abend des 9. Dezembers seinen über mehrere Jahre erarbeiteten Film „ ISLAND 63° 66° N – eine phantastische Reise durch ein phantastisches Land“.
Für Erdmann war dieser Abend ein ganz Besonderer, denn er ist in Pullach aufgewachsen und hat lange Zeit seines Lebens hier gelebt, lernte in Pullach die Natur kennen und lieben. Und auch den Ort seiner Filmvorführung hat er sehr bewusst gewählt, denn auf der Burg Schwaneck hat er in seinen Pullacher Jahren sehr viel Zeit verbracht.
Pünktlich um 19.30 betrat Stefan Erdmann die Bühne und erzählte in einigen kurzen Sätzen über die Machart des Filmes, ehe er den Film einstartete. „Ich möchte Sie auf einen Film vorbereiten, der sich von den normalen Sehgewohnheiten alltäglicher Dokumentationen entfernt. Sie werden keinen harten Schnitt sehen, sie sehen lang anhaltende Einstellungen mit langen Überblendungen, so, dass sie sich auf dieses wunderbare Land in aller Ruhe einlassen können...“. Bereits die erste Szene des Filmes unterstrich, was der Filmemacher eingangs sagte, Minutenlang schieben sich gewaltige, meterhohe Wellen des Nordatlantiks, mit tosendem Lärm, im unwirklichen Abendlicht, an die Südküste Islands. Man wird förmlich in den Film hineingesogen, fühlt sich so, als wäre man plötzlich mittendrin und Teil des Filmes. Es folgen knapp 2 Stunden mit aussergewöhnlichen und fantastischen Landschaftsaufnahmen, sagenhaften Wasserfällen, unendlichen Steinwüsten und Lavafeldern, orangenen und grünen Bergen, Seen in denen riesige Eisberge treiben, endlose Fjorde, wunderschöne Pferde, begleitet von eigens für diesen Film komponierter Musik und der wundervollen Stimme der Sängerin Isgaard. Stefan Erdmann’s erzählende Stimme bettet sich harmonisch in diese perfekte Symbiose aus Bild und Ton ein. Neben informativen Texten über Island taucht auch ein isländischer Liedtext auf, der in poetischen Worten den großen Respekt der Menschen vor der mächtigen Natur beschreibt. Erdmann erzählt auch von einigen Erlebnissen, die ihm auf seiner Reise wiederfahren sind, aber auch an sehr persönlichen Empfindungen und Einschätzungen lässt er das Publikum teilhaben, das über die gesamte Länge des Filmes wie gebannt auf die Leinwand blickte. Man hätte eine Stecknadel fallen hören, so still war es, wenn Erdmann mit leiser Stimme über die Stille inmitten des Hochlandes berichtet, „...es ist oft so still, dass man nur das Rauschen seines Blutes in den Ohren hört!“. Ein Film mit Gänsehautgarantie.
Man spürt in jeder Szene, dass Erdmann dieses Land mit viel Leidenschaft und Faszination erlebt und diesen Film erarbeitet hat. Es ist eben das perfekte Verhältnis zwischen informativen, poetischen und emotionalen Strecken sowie den imposanten Aufnahmen und der Musik, die diesen Film zu einem fantastischem, kurzweiligen und fesselnden Erlebnis machen – spannend und persönlich erzählt. Weitere Informationen, Vorführtermine und die Möglichkeit die mehrteilige DVD zu erwerben erhalten Sie unter www.islandfilm.de
Die Pullacher Künstlerin Monika G.-Dietz hat die Vorführung dieses Filmes über die größte Vulkaninsel der Erde zum Anlaß genommen, um ihre naturalistischen und abstrakten Bilder zum Thema „Island – Feuer und Eis“ vom 3.1.-15.2.2008 in der Galerie der Bücherei im Bürgersaal Pullach, Heilmannstraße 2, zu präsentieren. Auch diesen Termin sollte man sich nicht entgehen lassen.